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Hotline I/2005
Neues von der CeBITJedes Jahr für eine Woche im März hat die IT-Welt eine Hauptstadt: Hannover. Hier trifft sich auf der weltweit größten Computermesse alles, was Rang und Namen in der EDV hat. Der vornehmlich mit entsprechendem Fachhintergrund ausgestattete Besucher kann sich über die neuesten Trends und Produkte informieren oder einfach Kontakte knüpfen. So haben auch wir uns in diesem Jahr wieder auf den Weg gemacht und die unzähligen Hallen im Marathon-Tempo nach für unsere Kunden relevanten Informationen und Neuigkeiten durchforstet. Während für die Endkunden und Privatnutzer vor allem die neuen Handy-Generationen mit Videofunktionalitäten (UMTS) ein Magnet darstellten, haben wir uns auf ein Thema konzentriert, bei dem wir für die nähere Zukunft ein interessantes Potential sehen: Voice over IP oder kurz VoIP. Aus diesem Grund behandeln wir diese Technologie, wie bereits in der letzten Hotline angekündigt, diesmal sehr ausführlich. Voice over IP“Voice over IP”, kurz VoIP, bezeichnet im Gegensatz zur klassischen leitungsorientierte Telefonie, die paketorientierte Kommunikation über Datennetze, wie z.B. dem Internet. Hier werden Sprachinformationen in kleine IP-Pakete zerlegt und über das eigene Computer-Netzwerk verschickt. Ziel dieser Technologie ist in erster Linie, Telefonkosten zu senken und beim Aufbau einer neuen Infrastruktur, der Entfall der zusätzlichen Telefonverkabelung, welche bisher für die Telefonie zur Verfügung stehen musste. Das Potential zur Senkung der Telefonkosten ist mittels dieser Technologie erheblich. Wenn man von einer reinen VoIP-Verbindung ausgeht, bei der eine Telefonverbindung ausschließlich über das Internet hergestellt wird, dann ist die Verbindung im Rahmen eines pauschalierten Internetzugangs „kostenlos“. Da durch DSL ein Meilenstein für die Internetnutzung gesetzt wurde, sind die Aussichten für die breite Nutzung der VoIP Technologie, bei aktuell 6,5 Millionen DSL Benutzern, sehr gut. „Voice over IP“ wird prinzipiell schon seit längerem von PC-Anwendern genutzt. Für den Start von „Voice over IP“ kann man das Programm „Windows Netmeeting“ als bekanntes Beispiel betrachten, welches schon seit einigen Jahren als „Windows Feature“ zur Verfügung steht. Mit diesem Programm hat man die Möglichkeit, einen anderen PC über dessen IP-Adresse anzurufen und mit dessen Benutzer kostenlos zu telefonieren. Die gleiche Technik wird auch von Computer-Spielern bei Online-Games genutzt. Hier erfolgt die Kommunikation über Tools, wie z.B. Teamspeak, mit denen man sehr einfach und preiswert Telefonkonferenzen einrichten kann. Die Problematik bei Tools, wie z.B. Netmeeting besteht jedoch darin, dass man die IP-Adresse des jeweiligen Benutzers kennen muss. Im seltensten Fall sind die IP-Adressen statisch. Die externen IP-Adressen werden von den jeweiligen Internetanbietern vergeben und wechseln i.d.R häufig und sind somit schwerer ausfindig zu machen. Wo man bisher eine IP-Adresse für die Ansteuerung der Computer im VoIP-Bereich wissen musste, können sich Benutzer heutzutage von diversen Providern eine eigene VoIP Telefonnummer vermitteln lassen. Diese funktioniert als „Alias“ für die IP-Adresse. Über diese Provider kann auch ins herkömmliche Sprachnetz telefoniert werden, was sogar wesentlich günstiger als das Telefonieren über das herkömmliche Telefonnetz ist, ganz egal ob Inland-, Ausland- oder Mobilfunkgespräche. Die Tarife sind natürlich abhängig vom jeweiligen Provider.
Anforderungen an VoIP Um „Voice over IP“ weltweit sinnvoll implementieren zu können, müssen viele Faktoren beachtet werden:
Zielsetzung und optimaler Lösungsweg Wie man in der Zeichnung sehen kann, wäre der optimale Lösungsansatz ein Gerät, dass in der Zeichnung als „Black-Fon-Box“ bezeichnet wird, welche sich automatisch für die VoIP- oder ISDN-Verbindung entscheidet. Da es in den nächsten Jahren auch weiterhin Festnetzanschlüsse geben wird, sollte eine automatische Auswahl der Verbindungsart erfolgen. Wenn eine Nummer angerufen werden soll, sollte folgendes geschehen: Man wählt wie gewöhnlich eine Telefonnummer 0241-9678770. Jetzt gleicht die „Black-Fon-Box“ diese Nummer mit den Providerdaten ab. Findet die „Black-Fon-Box“ einen VoIP-Eintrag, so wird diese Nummer automatisch gewählt, da es die kostengünstigste Verbindung ist. Wenn diese nicht erreichbar ist, kann jetzt alternativ auf die Festnetznummer zurückgegriffen werden, wobei diese bestenfalls über den VoIP-Provider angewählt werden sollte, um die jetzt entstehenden Kosten zu minimieren.
Was wird für VoIP benötigt? Es gibt verschieden Wege „Voice over IP“ zu implementieren, auf die später noch näher eingegangen wird. Im Endeffekt bleiben es jedoch immer drei Faktoren, welche für die VoIP-Telefonie zur Verfügung stehen müssen:
Um beste Qualitätsergebnisse bei einer VoIP-Verbindung zu erzielen, muss zunächst eine Breitband-Verbindung bestehen. Hierfür eignet sich z.B. ein DSL-Anschluss. In den meisten Fällen steht dieser in Verbindung mit einer Flatrate, so dass keine weiteren Verbindungskosten anfallen. Bei einer Flatrate wird ein monatlicher Festpreis bezahlt, wo somit keine weiteren Verbindungskosten entstehen. Wenn die VoIP-Verbindung aufgebaut ist, müssen die Sprachdaten kodiert und über das Internet ausgetauscht werden. Dafür gibt es mehrere Codecs (coding / decoding), die sich in Qualität und Bandbreitenbedarf unterscheiden. Die wichtigsten für VoIP sind hier aufgeführt:
Die Auswahl des Codecs erfolgt im Rahmen des Verbindungsaufbaus über SIP und wird durch die Endgeräte ausgehandelt.
SIP-Provider Die Tatsache, dass man andere Teilnehmer über die Internettelefonie erreicht und umgekehrt, wird durch SIP (Session Initiation Protocol) ermöglicht. SIP ist ein universelles Protokoll zum Aufbau von Verbindungen und hat sich als Standard, neben dem H.323-Protokoll, für Internettelefonie durchgesetzt. Ähnlich den E-Mail-Diensten melden sich Benutzer bei einem SIP-Provider an, nur dass sie statt einer E-Mail-Adresse eine Telefonnummer erhalten. Mit einem passenden Endgerät können die Benutzer nun über den SIP-Provider telefonieren. Providerintern sieht das folgendermaßen aus:
In der Ausgangssituation befinden sich zwei IP-Telefone, welche miteinander kommunizieren sollen.
Die Zwischenstationen für die VoIP-Telefonie sind ein SIP-Proxy-Server und ein Registrar. Der SIP-Proxy-Server ist für den Datenverkehr der IP-Telefonie zuständig und der Registrar für die Adressverwaltung. Beide Geräte gehören dem gleichen Provider und kommunizieren miteinander.
Die IP-Telefonie beginnt zunächst an einem beliebigen VoIP-fähigem Endgerät, welches eine VoIP-Telefonnummer wählt (in diesem Fall 1234567).
Diese wird somit automatisch als 1234567@provider.de an den entsprechenden SIP-Proxy-Server gesendet.
Nachdem die gewählte Nummer den SIP-Proxy-Server erreicht, prüft dieser zunächst die Richtigkeit bzw. Existenz der VoIP-Telefonnummer. Dies geschieht durch die Abfrage beim Registrar. Dieser prüft schließlich in seinem aktuellen Adressverzeichnis, ob die VoIP-Rufnummer vorhanden ist und wo sich das Gerät im Internet befindet.
Quelle des Bildmaterials: AVM Danach wird der Adressat auf Erreichbarkeit geprüft. Der Adressat ist nur dann erreichbar wenn der Zustand des Endgerätes auch „Online“ ist, somit also Konnektivität zum Internet besteht.
Dem Anrufer wird nun der ausgehende Ruf signalisiert. Er weiß, dass der Adressat definitiv erreichbar ist. Der SIP-Proxy-Server handelt eine Verbindung beider Endgeräte aus. Hier werden auch Bandbreiten geprüft und ein geeigneter Sprach-Codec verwendet. Sobald die Verbindung besteht sind SIP-Proxy-Server und Registrar von der Verbindung ausgeschlossen und es besteht eine direkte Verbindung beider Endgeräte.
Wenn eine Festnetz-Nummer von einem VoIP-Endgerät gewählt wird, ist die Weitergabe an SIP-Proxy-Server und Registrar zunächst gleich.
Ebenso wird die Nummer hier geprüft, allerdings mit einem anderen Ergebnis, denn die gewählte Rufnummer wird nicht als VoIP-Rufnummer identifiziert und somit als Festnetz-Rufnummer betrachtet.
Die Festnetz-Rufnummer kann nicht über den SIP-Proxy-Server an das entsprechende Endgerät weitergegeben werden. Deshalb wird die Nummer von hier aus an ein „Gateway“ des jeweiligen Provider weitergeleitet. Das Gateway dient als Schnittstelle zwischen Internet und ISDN, da nun von hier aus auf die ISDN-Verbindung zurückgegriffen wird. Die Kosten entstehen somit ab dem Verbindungsaufbau des Gateways und entsprechen somit unterschiedlich den jeweiligen Providerkosten. Von hier aus wird nun auf das ISDN-Festnetz zugegriffen.
SIP-fähige Endgeräte Es gibt drei typische Endgeräte, die zu VoIP kompatibel sind. Auch hier gibt es unterschiedlich Typen abhängig von der Anschlussmöglichkeit und der Anwenderzwecke.
Tischtelefon (IP-Hardphone) Dieses IP-Telefon gleicht einem herkömmlichen Telefon, außer das es über Ethernet an einen Router oder im Netzwerk angeschlossen wird und somit IP-fähig ist.
Mobiltelefon (Wireless IP-Phone)
Auch für die IP-Telefonie gibt es die schnurlose Variante des Telefons. Sowohl optisch als auch funktionell sind sie unserem Standart Mobiltelefon, bis auf die IP-Funktion, gleich. Auch dieses Telefon ist über Ethernet angeschlossen.
PC-Telefon
(IP-Softphone)
Konkrete Produkt- und Anwendungsvorschläge für Kleinunternehmen Die Schwierigkeit bei der Erweiterung bzw. Umstellung von VoIP Endgeräten ist, den richtigen Implementierungspfad für den jeweiligen Anwendungsbereich zu finden. Man muss zurzeit noch genau abwägen, welchen Vorteil man dadurch nutzen kann und wie genau die Technik eingesetzt werden soll. In den nächsten Punkten werden einige Lösungsansätze für Kleinunternehmer und Privatanwender näher erläutert.
Softgate-Methode – Sipgate über den PC
Bei dieser Methode findet die Installation bei einem einzelnen Client-PC statt. Zur Internet-Telefonie wird hier entsprechende Soundhardware (Soundkarte und Headset) und ein Breitband-Internetanschluss vorausgesetzt. Hier bietet sich die Lösung mittels eines USB-Headsets, wodurch keine Soundkarte mehr benötigt wird. Der Sprachtransfer verläuft meist dadurch sogar noch besser, da die USB 2.0 Schnittstelle schneller ist als die Verarbeitung der Daten über eine Soundkarte.
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von meist kostenfrei erhältlichen Softphones, Software also, die auf dem PC installiert wird und die VoIP-Telefonie hiermit ermöglicht. Exemplarisch sei einmal X-Lite dargestellt. Die Bedienung ist zunächst, bis auf die Einstellungen, recht unkompliziert. Das Telefon zeigt die herkömmlichen Wähl- und Tooltasten. Zusätzlich lässt sich die Lautstärke von Mikrofon und Kopfhören direkt ansteuern und man besitzt drei Leitungen welche für die Telefonie gleichzeitig genutzt werden können (z.B. Makeln oder Konferenz). Neben zusätzlichen Tools, wie einem Telefonbuch, gibt es auch noch ein großes Display, welches die Wählparameter, Telefoniezeit und den aktuell genutzten Codec anzeigt. Die Integration von Sipgate verläuft allerdings komplizierter. Damit das Programm auch funktionsfähig wird, müssen zunächst einige Providerdaten konfiguriert werden. In diesem Fall werden die Sipgate Account-/ Proxy- und Serververbindungsdaten eingerichtet. Sobald diese Angaben richtig eingegeben werden, kann das Programm X-Lite die Internettelefonie über den Provider Sipgate nutzen. Wählfunktionen und Rufannahmen laufen per Mausklick ähnlich wie bei Hardware Telefonen ab. Eingehende Anrufe werden sowohl mittels eines Popup-Fensters als auch durch einen Rufton signalisiert. Die Problematik der Softgate-Methode liegt allerdings im Bereich „Quality of Service“. Auch wenn das Programm priorisierend gestartet wird, kann durch gleichzeitig laufende Downloads die Sprachqualität eingeschränkt werden. Ebenso können Probleme auftauchen, sobald mehrere PC´s im Netzwerk diese Applikation benutzen bzw. sobald ein Client über einen Router das Internet nutzt. In diesem Fall sind administrative Kenntnisse erforderlich, denn sowohl Router als auch Clients müssen somit umkonfiguriert werden. Andernfalls kann es passieren, dass ein Anruf auf alle bestehenden Clients weitergeleitet wird, egal wessen Nummer gewählt wurde. Um dies zu verhindern, müssen die Ports der Clients innerhalb des Programms durchnummeriert werden und gleichzeitig dementsprechende Vorkehrungen bei Portweiterleitung am Router getroffen werden. Als Standard ist der „Listen Port: 5060 UDP“ und der „Listen RTP Port: 5004 UDP“ gesetzt. Diese Werte müssen auf jedem weiteren Client um jeweils eins erhört werden und die dementsprechenden neuen Ports vom Router korrekt weitergeleitet werden. Wenn diese Einstellungen neu konfiguriert werden, können auch mehrere Benutzer eines Netzwerks, diese Applikation ohne Probleme nutzen.
Implementierung mit Hardware-Lösungen AVM Fritz!Box Fon Im Hardwarebereich gibt es inzwischen komfortable Multifunktionsgeräte. Die Firma AVM bietet in diesem Bereich die „Fritz!Box-Fon“ an. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Gerätefunktionen, angefangen vom integrierten DSL-Modem mit Router und Firewall bis hin zum WLAN Access Point und integrierter TK-Anlage für Festnetz und Internet.
Hier wird nun näher auf die „Fritz!Box-Fon“ WLAN eingegangen, welche folgende Funktionen aufweist.
Durch die Vielfältigkeit dieses Gerätes können Geräte wie Router, DSL-Modem oder Access-Point durch die integrierten Funktionen der „Fritz!Box-Fon ersetzt werden. Der DSL Zugang einzelner Clients im Netzwerk erfolgt über USB, zwei Ethernet-Schnittstellen oder Wireless LAN. Es besteht sogar die Anschlussmöglichkeit zweier analogen Endgeräte. Der Einsatz einer ISDN-Schnurlos-Basisstation (DECT), eines ISDN Bluetooth Access Points oder einer ISDN TK-Anlage ist ebenfalls möglich. Die „Fritz!Box Fon WLAN“ ermöglicht eine Rufnummervergabe und Verwaltung von bis zu zehn Rufnummern unterschiedlicher Provider. Mit dieser Variante besteht die Möglichkeit, ISDN- und IP-Telefonie über ein Endgerät zu nutzen. Sinn und Zweck ist letztendlich, möglichst wenige Endgeräte zu behalten, was hiermit im Gegensatz zur Softgate-Methode möglich wäre, solange die ISDN Leitung zusätzlich betrieben wird. Die Telefonie ist nun also für alle Verbindungsvarianten offen.
Alternative: Draytek Router mit VOIP Die „Draytek Vigor2900“ Gerätefamilie ist in erster Linie mit der Fritz-Box Fon vergleichbar. Auch hier werden mehrere Varianten eines ADSL-Modem-Routers angeboten, welche ebenfalls bequemes Telefonieren über Voice-over-IP mit dem gewohnten analogen Telefon erlauben. Auch in diesem Fall wird das Modell mit den meisten Erweiterungen einmal näher betrachtet, somit das Modell „Draytek Vigor2900VG“, wobei das „V“ für die VoIP- und das G für die WLAN-Funktion steht. Der „Draytek Vigor2900VG“ bietet ebenfalls zwei analoge Telefonanschlüsse. In der Firmware lassen sich für die beiden Anschlüsse zwei verschiedene SIP-Accounts bei dem gleichen Dienstleister konfigurieren. Sobald der Router online geht, meldet er sich dort an und man ist somit direkt erreichbar. Dem „Draytek Vigor2900VG“ fehlen allerdings einige Telefonanlagenfunktionen, wie z.B. die Vermittlung ausgewählter Gespräche über den ISDN-Anschluss. Beim Vigor dient der ISDN-Port zur Interneteinwahl und ist somit nicht für die Telefonie nutzbar. Also bleiben ihm auch letztendlich nur die zwei analogen Endgeräte für die VoIP-Telefonie. Die Kopplung einer TK-Anlage ist bei diesem Gerät nicht möglich. Alle anderen Konfigurationen verlaufen gleich der Fritz-Box Fon über die IP-Anwahl per Internet Browser.
Elmeg ICT – Voice over IP Modul Auf der CeBIT 2005 stellte Elmeg ein „VoIP-VPN Gateway Modul“ vor, das eine einwandfreie Integration der Internettelefonie in eine bestehende Elmeg ICT-TK-Anlage ermöglicht. Das neue Modul integriert VoIP nach SIP-Standard, gewährleistet einen sicheren Datenaustausch über VPN und verfügt ebenso über Router-Funktionen und die klassische Telekommunikation. Die folgenden Punkte zeigen eine detaillierte Auflistung der hiermit möglichen Funktionen:
Quintum Tenor BX – VoIP Switch
Die „Quintum Tenor BX“ Geräteserie entspricht fast exakt unserer anfänglichen Zielsetzung, der Black Fon Box. Es handelt sich bei diesem Gerät um einen Multipath Switch, welcher ermöglicht, ISDN und VoIP Telefonie zu koppeln. Die Anlage wird zwischen NTBA und bestehender Telefonanlage geschaltet und hat je nach Version unterschiedlich viele Anschlussmöglichkeiten. Auf dem Bild sehen wir einen VoIP Switch für acht Kanäle. Hierbei ist zu beachten, dass die eine Hälfte der Anschlüsse für NTBA´s bereitgestellt werden muss und die andere Hälfte für den Anschluss der Telefonanlage. Je nach Bedürfnis muss man sich für den entsprechenden Gerätetypen entscheiden. Um die einfachste Lösung einmal näher zu erklären, benutzen wir zunächst einen Port für einen NTBA und einen für den Anschluss der Telefonanlage. Man hätte nun also die Möglichkeit, zwei Gespräche gleichzeitig über die NTBA´s zu führen. Dies würde sich aber nur auf die ISDN Telefonie beziehen, welche bestenfalls gar nicht zustande kommt. Denn neben diesen Anschlüssen bietet das Gerät auch den Anschluss an das DSL-Modem, welches letztendlich für die Internettelefonie zuständig ist. Und zusätzlich wird ein zweiter LAN Anschluss zur Verfügung gestellt, um die PC´s eines Netzwerkes in die VoIP Technologie zu integrieren. Das Gerät selbst besitzt eine Konfigurationsoberfläche, welche sich über LAN oder die COM-Schnittstelle ansteuern lässt. Hier können nun auch alle Einstellungen und Zuweisungen für die VoIP-Telefonie vorgenommen werden. Ein sehr positiver Aspekt dieses Gerätes ist der zusätzliche ISDN-Verbindungsaufbau bei der VoIP Telefonie. Diese sichert ein Gespräch, sobald es über die Internetverbindung zu Störungen oder Ausfällen kommt, ohne dass der Benutzer etwas davon merkt. Andererseits sind hierfür im Falle des Einsatzes auch die Kosten der ISDN Verbindung zu tragen. Ebenso bietet das Gerät eine Call-Routing-Funktion an, welche ähnlich wie der anfangs genannte Least-Cost-Router arbeitet. Hier wird bei ausgehenden externen VoIP zu ISDN Verbindungen einer von zehn möglichen VoIP SIP-Providern gewählt, welcher sich zu diesem Zeitpunkt als der günstigste für die VoIP Telefonie erweist. Insgesamt betrachtet erweist sich der „Quintum Tenor BX“ als multifunktionelle Vermittlungszentrale zwischen der ISDN und VoIP Telefonie.
Einsparung der Telefonkosten über SIP-Provider Der größte Vorteil, den der Endbenutzer in erster Linie in Anspruch nimmt, ist die Einsparung der Telefonkosten. Selbst für die Verbindungen zu herkömmlichen Anschlüssen erweist sich VoIP meist als die günstigere Variante. Die zwei folgenden Tabellen zeigen die Verbindungskosten eines Beispiel-Providers und der Vergleich mit einer aktuellen Telefonrechnung eines Monats.
Angaben ohne Gewähr
Zusammenfassung und Empfehlung Wie man in der letzten Tabelle erkennen kann, ist das Einsparpotential über Sip-Provider erheblich. Mittels VoIP belaufen sich die Kosten in diesem Falle auf etwas mehr als die Hälfte. Die Anschaffungskosten eines Gerätes wären somit u.U. schon nach wenigen Monaten gedeckt. Was sich nun letztendlich für den privaten oder firmeninternen Gebrauch am besten eignet, hängt von den Anforderungen des Endbenutzers ab. Im privaten Bereich ist man sowohl mit der Hard- als auch der Softwarelösung gut bedient. Denn durch die Bereitstellung zweier VoIP Rufnummern bei der Hardware-Methode, ist der private Anwendungsbereich oftmals abgedeckt. Allerdings können keine weiteren VoIP Rufnummern genutzt werden. Wenn die Erreichbarkeit über zwei verschiedene VoIP-Rufnummern ausreicht, sollte man sich für die „Fritz!Box-Fon“ bzw. dem „Draytek Vigor 2900“ entscheiden. Mit der Softgate-Methode (Beispiel: Sipgate über X-Lite) lassen sich zwar mehrere Rufnummern anmelden, hierbei entfallen allerdings sämtliche interaktiven Telefonoptionen wie Makeln, Weiterleiten etc., da die Rufnummern nicht im Zusammenhang stehen und diese Lösung in keiner Weise mit einer Telefonanlage vergleichbar ist. Zudem könnte man nicht auf das herkömmliche Telefon für eingehende Rufe aus dem Festnetz verzichten. Wenn man nur gezielt die Telefonkosten senken möchte und auf die eben genannten Telefonieoptionen verzichten kann, ist dies als zusätzliches Telefon ein geeigneter Lösungsansatz. Die Lösungsansätze von Elmeg und Quintum kommen unserer universellen Zielsetzung sehr Nahe. Der Vorteil ist, dass beide Lösungen die bestehenden Telefonanlagen nutzen und somit für den Kleinunternehmer besser geeignet sind. Die Vorteile der „Quintum Tenor BX Box“ sind vor allem die Funktionen des Call-Routers und die zusätzliche Anbindung ans bestehende Netzwerk, sodass z.B. auch PC´s wiederum für die IP-Telefonie zur Verfügung stehen. Sie sehen, das Thema VOIP ist interessant und komplex zugleich. Lassen Sie sich von uns beraten, welche Lösung für Ihr Unternehmen oder Büro die Beste ist. Tel.: 0241/968770 Käfer EDV Systeme GmbH – Wenn der Service entscheidet.
Kurz Notiert
- Media-Markt im Zwielicht Nach Berichten der CRN vom 13. Januar 2005 erwies sich die groß angelegte Rabattaktion „Kaufen ohne MwSt.“ des Flächenmarktes als Blenderaktion. Über 150 Kunden haben sich bei den Verbraucherzentralen über Preistreiberei beschwert. Standard-Produkte ließen sich im Fachhandel sogar günstiger ergattern, da viele Produkte kurz vorher im Preis erhöht worden waren. Der Bundesverband Bitkom zieht eine Klage in Erwägung, falls die Märkte, die Unterlassungserklärung, künftig auf derartige Aktionen zu verzichten, nicht einhalten. Fazit: Ehrlich währt am längsten!
- Elektronisches Postgeheimnis ade! Seit dem 1.1.2005 müssen Internetprovider für die Strafverfolgungsbehörden „am Übergabepunkt eine vollständige Kopie der Telekommunikation bereitstellen“. Konkret bedeutet das, dass jede E-Mail bis zu einem Jahr gespeichert bleibt, um im konkreten Ermittlungsfall von den Ermittlungsbehörden gesichtet zu werden. Damit fällt neben dem Bankgeheimnis eine weitere Bastion des Datenschutzes. Da E-Mails wie die meisten elektronischen Übertragungen standardmäßig unverschlüsselt sind, ist das Mitlesen der elektronischen Post ein Kinderspiel. Persönliche, unternehmenskritische oder geheime Informationen sollte man daher niemals unverschlüsselt per E-Mail versenden, sondern diese Nachrichten sowohl digital signieren wie auch chiffrieren. Dadurch wird das Mitlesen deutlich erschwert und der Empfänger kann sich sicher sein, dass die erhaltene Nachricht auch tatsächlich authentisch ist. Neben dem persönlichen Interesse an der Geheimhaltung von Nachrichten ist es oft auch eine Frage des Datenschutzes, so z.B. bei der Übermittlung von personenbezogenen Daten (wie z.B. Patientendaten). Neue PublikationenIm Rahmen der Tätigkeit als Fachautor hat der Geschäftsführer und Inhaber der Käfer EDV Systeme GmbH, Dipl.-Ing. Thomas Käfer zwei aktuelle Veröffentlichungen in den Fachmagazinen Quintessenz und ZM zu den Themen EDV in der Zahnmedizin und Datenschutz und Datensicherheit (am Beispiel der elektronischen Gesundheitskarte) vorzuweisen. Die Fachartikel richten sich an Anwender aus dem zahnmedizinischen Umfeld und behandeln ganzheitliche EDV Konzepte für den Einsatz in der Zahnarztpraxis. Der Bereich Datenschutz und Datensicherheit ist jedoch auch für Nicht-Mediziner interessant, da hier allgemein auf Bedrohungsszenarien und mögliche Gegenmaßnahmen sowie auf rechtliche Rahmenbedingungen eingegangen wird.
Seminar EDV in der ZahnmedizinIn direktem Zusammenhang mit den Fachpublikationen bietet Herr Thomas Käfer im Rahmen seiner Sachverständigen- und Dozententätigkeit ein Seminar „EDV in der Zahnmedizin“ an. Das Seminar findet am 11.05.05 in Aachen statt und kostet 250,-- € pro Teilnehmer (jeder weitere Teilnehmer aus der gleichen Praxis 200,-- €). In einer gut fünfstündigen Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde wird Ihnen umfangreiches und objektiv aufbereitetes Fachwissen aus der IT-Welt konkret auf die Bedürfnisse und Anforderungen des zahnmedizinischen Umfeldes zugeschnitten vermittelt. Die unabhängige Information und das Aufzeigen von Konzepten, Problemfeldern und Lösungsansätzen sowie das Vermitteln von Grundlagenwissen über aktuelle Technologien und Verfahren stehen im Vordergrund. Ziel ist, dem Zahnarzt Wege zum professionellen und effektiven Umgang mit der oder den Einstieg in die EDV-Welt vorzustellen und den Anwender in die Lage zu versetzen, eigene Visionen für den Computer-Einsatz entwickeln zu können und die verschiedenen Angebote und Anbieter aus dem Hard- und Software-Bereich besser verstehen und einschätzen zu lernen. Die Fortbildungsveranstaltung ist bei der Bundeszahnärztekammer angezeigt und die Leitsätze und Empfehlungen der Bundeszahnärztekammer zur zahnärztlichen Fortbildung werden entsprechend beachtet. Aus diesem Grund werden bei erfolgter Teilnahme an der Fortbildungsmaßnahme drei Fortbildungspunkte und bei absolvierter und bestandener Lernerfolgskontrolle zwei weitere Punkte vergeben.Kosten pro Teilnehmer 250,-- € incl. MwSt. In der Seminargebühr sind Getränke und ein ca. 60-seitiges Script sowie ein Zertifikat mit Ausweisung der Fortbildungspunkte enthalten.
Seminarinhalt und Seminarthemen Die Teilnehmer erwartet ein mit aktuellen und für den Zahnarzt relevanten Themen aufbereiteter Fachvortrag zum EDV-Einsatz im zahnärztlichen Umfeld. Durch die langjährige Erfahrung und Kompetenz des Dozenten durch eine Vielzahl betreuter Zahnarzt-Praxen erhalten Sie unabhängige und für den Zahnarzt verständlich aufbereitete Basis-Informationen zu EDV Konzepten, Verfahren, Technologie und Terminologie. Zielgruppe ist sowohl der EDV-Einsteiger wie auch der fortgeschrittene EDV-Anwender. Es werden Anwendungs-Szenarien genauso wie Probleme und Risiken sowie mögliche Lösungsansätze angesprochen. Keine Werbe- oder Verkaufsveranstaltung!
Vortrag - Teil I - EDV in der Zahnmedizin mit anschließender Fragerunde
Vortrag - Teil II - Datenschutz und Datensicherheit (am Beispiel der elektronischen Gesundheitskarte) mit Fragerunde
Seminarzeitplan und Veranstaltungsort
Veranstaltungsort: Aachen; Termin: 11.05.2005 14:00 – 19:00 Fortbildungspunkte: insgesamt 5 (3 für Seminar und 2 für Lernerfolgskontrolle) Voraussichtlicher Zeitplan 14:00 – 16:00 Vortrag - Teil I - EDV in der Zahnmedizin mit anschließender Fragerunde 16:00 – 16:15 Pause 16:15 – 18:00 Vortrag - Teil II - Datenschutz und Datensicherheit am Beispiel der elektronischen Gesundheitskarte mit anschließender Fragerunde 18:00 – 18:30 Lernerfolgskontrolle (Multiple-Choice-Verfahren) Anschließend Ausgabe der Seminarunterlagen und „Get together“
Weitere
Infos und Anmeldung unter 0241/968770 oder
www.thomaskaefer.de
Zuverlässig und sicher arbeiten im Netzwerk mit Windows Small Business Server
Wie bereits mehrfach im Rahmen unserer Hotline oder im Rahmen von Beratungsgesprächen angesprochen, gibt es eine Vielzahl von guten Gründe jetzt auf Microsoft Windows 2003 Server umzusteigen. Vor allem, wenn Sie noch einen Windows NT Server im Einsatz haben, sollten Sie allein aus Sicherheitsüberlegungen den Wechsel auf ein aktuelles Serverbetriebssystem überdenken. Aber auch für Windows 2000-Server-Neutzer gibt es eine Vielzahl von Gründen für den Umstieg. Neben unseren eigenen, sehr guten Erfahrungen hinsichtlich Stabilität und dem sinnvollen Feature Windows Sharepoint Services, ist der Umstieg auch hier ratsam.
Windows Small Business Server 2003 ist als Komplettpaket konzipiert, um die besonderen Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen bis 75 Arbeitsplätze optimal zu erfüllen: Als Mitglied der Microsoft Windows® Server 2003-Familie beinhaltet Windows Small Business Server 2003 das modernste, zuverlässigste, leistungsfähigste und auf hohe Wirtschaftlichkeit ausgelegte Serverbetriebssystem Windows Server™ 2003. Weitere Komponenten wie Microsoft Exchange Server 2003, Microsoft Outlook® 2003 und Microsoft Windows SharePoint™ Services tragen dazu bei, die Potenziale von E-Mail und Teamworking via Intranet und Internet rasch und ohne
Lernaufwand auszuschöpfen. Um die spezifischen Ansprüche von kleinen
und mittleren Unternehmen bedarfsgerecht zu erfüllen, ist Windows
Small Business Server 2003 sowohl in dieser Standard Edition als
auch in einer erweiterten Premium Edition erhältlich: Letztere
beinhaltet zusätzlich Microsoft SQL Server 2000, Microsoft Internet
Security and Acceleration (ISA) Server 2000 sowie Microsoft
FrontPage® 2003, um die Welt der Datenbanken zu erschließen und noch
weitergehende Internet- beziehungsweise Webfunktionalität zu bieten.
Highlights
Übersicht
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Unsere aktuellen Angebote: Frühjahrsputz im Netz und WebBald ist er wieder da, der Frühling. Und was macht man im Frühling? Richtig – einen Frühjahrsputz! Dürfen wir behilflich sein und bei Ihnen mal so richtig abstauben (zu Ihren Gunsten natürlich)? Wir wiederholen daher die erfolgreiche Aktion aus dem Vorjahr und bieten Ihnen folgende zwei Aktionspakete zum gleichen Preis wie in 2004 an:
Frühjahrsaktion 1: Unser Netz soll sauberer werden Das Basispaket „IT Security Check“ beinhaltet die Abarbeitung folgender Kernpunkte (pro PC werden rund 100 verschiedener Punkte überprüft):
(zusätzliche km incl. Fahrtzeit über diesen Radius hinaus: 1,99 €/km für Hin- und Rückfahrt) Jeder weitere zu untersuchende PC wird zum Pauschalpreis von 49,-- € incl. MwSt. überprüft und optimiert. Ist eine Firewall auf Paket-Filter-Basis im Netzwerk vorhanden und auf Funktion und Konfiguration zu überprüfen, so wird hierfür ein Aufpreis von 99,-- € incl. MwSt. erhoben. Ein ggf. vorhandenes Funk-Netzwerk (Wireless LAN) wird für 49,-- € incl. MwSt. auf dessen sichere Konfiguration (Verschlüsselung, Authentifizierung, Passwörter etc.) überprüft und ggf. optimiert.
Frühjahrsaktion 2: Ab ins Web !
Festpreis EUR 499,-- incl. MwSt. zzgl. Anmelde- und monatliche Gebühr beim Provider Darüber hinausgehende Gestaltung nach Aufwand (Layout-Stunde 72,-- EUR zzgl. MwSt.) Interesse geweckt oder noch frühjahrsmüde ? Nicht zulange schlafen, denn das Angebot gilt ab sofort aber nur bis zum Ende des Frühlings! Also ran ans Telefon: 0241/968770
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